Projekte

 

Heute wollen wir euch mal ein Projekt vorstellen und wir sind sehr glücklich ein Teil davon zu sein. Und zwar das Forschungsprojekt „PuR – Mit Precycling zu mehr Ressourceneffizienz, Systemische Lösungen der Verpackungsvermeidung“, ein Projekt der Technischen Universität Berlin, zusammen mit dem Wuppertal Institut für Klima und mehreren Praxispartner*innen, a tip: tap, der BUND, dm-drogerie markt, Holy Bowly, Zentek und uns 🙂

Worum geht es?

Jedes Jahr fallen mehr als 3 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle an. Technische Entsorgungslösungen existieren zwar, sind aber mit Ressourcen- und Energieaufwendungen verbunden. Beim Recycling verliert das Material außerdem oft an Qualität und ein gewisser Anteil geht verloren. Die Abfallvermeidung ist daher auch im Abfallrecht die oberste Stufe der sogenannten Abfallhierarchie: Bevor ein Abfall recycelt oder verbrannt wird, sollen in erster Linie Optionen geprüft werden, um sein Entstehen von vornherein zu vermeiden.
PuR widmet sich der Frage was die Verpackungsvermeidung so schwierig macht und es sollen Hemnisse der Verpackungsvermeidung anhand der gesamten Wertschöpfungskette – Herstellung, Logistik, Handel, Nutzung und Entsorgung – identifiziert werden. Ziel ist die Etablierung verpackungsarmer bzw. -freier Praktiken (Precycling).
Wir finden es absolut spannend und wichtig, unsere eigene Warenbeschaffungskette sichtbar zu machen und auch der Frage hinterherzugehen: Wie verpackungsarm ist „unverpackt“ wirklich?

Ein Teil des Forschungprojektes ist die Durchführung so genannter HomeLabs. HomeLabs sind eine wissenschaftliche Methode, bei der die Forschung im Alltag der Menschen stattfindet. Man wird selbst Teil des Forschungsteam, in dem man Daten selbst zuhause erhebt, in Form von Fragebögen, Tagebüchern oder Fotos. Es wird mit Verpackungsalternativen experimentiert und das Ziel ist Verpackungsabfälle zu minimieren, sowie die damit verbundenen Umweltbelastungen und auch den Gesamtressourcenverbrauch zu reduzieren. Am Montag dürfen wir einige HomeLabs kennenlernen und mit ihnen einen virtuellen Rundgang durch unseren Laden machen, um das Konzept „Unverpackt“ vorzustellen.